Tage wie diese......

I.

   Ein launischer Burgherr namens Baron Siegmund von Schneider, gekleidet mit historischem Gewand und schwarzen Reiterstiefeln, schreitet schnellen Schrittes durch die massive Tür von Gaycastle, vorbei an den uniformierten Herolden und betritt in Folge die Lobby des Gebäudes. Am Welcome-Desk gibt seine Exzellenz im Vorbeigehen den klaren und lautstarken Befehl, sofort Erfrischungsgetränke in seine persönlichen Gemächer zu bringen, sowie einen tauglichen und belastbaren Sklave für ein hartes Intermezzo. Der zuvorkommende Schlosswart hinter dem Tresen des Welcome-Desk übermittelt sofort die Order an den Chef der Küche und den Kellermeister in der Reichsgruft von Wagner.

   Baron von Schneider nähert sich zielsicher dem BLASOMAT, betritt das kleine Podest des Gestells, schließt den Vorhang hinter seinem Rücken, öffnet seinen Reißverschluss und lässt sich den Degen seiner Lust für die kommenden Spiele im Empire-Room warmlutschen. Der vom Kellermeister eingesetzte Sklave oder Subsklave trägt eine schwarze Ledermaske über seinem niederen Haupt und saugt ganz seiner ihm anvertrauten Direktive voller unterwürfiger Ehrfurcht und Innbrunst am Glückbarometer des Burgherren.

II.

   Reichsgraf von Wagner und der erlauchte Lord von Hombach spielen eine Partie Tennis. Ein warmer Frühlingstag umhüllt die Atmosphäre des Schlossgartens in eine erquickende Brise Blütenduft. Seitlich des Spielfeldes knien zwei aufmerksame Ballsklaven. Es steht 4:2 für Lord von Hombach und Reichsgraf von Wagner hat zu seinem sichtbaren Ärgernis kleine Handikaps mit seiner Rückhand. Während andere Spieler zwischen den Sätzen ein Handtuch über ihr erhitztes Gesicht reiben und einen erfrischenden Schluck aus der Getränkeflasche nehmen, wird stattdessen von Reichsgraf von Wagner einem Ballsklave mitten auf dem Spielfeld mit energischen Hieben mit dem Tennisschläger der blanke Hintern versohlt.

III.

   Im Arbeitszimmer des ehrenwerten Castigator erhält ein Sklave bei seiner Abreise nach 7 Sonnenaufgängen sein Diplom. Ein schriftliches Zertifikat auf Pergamentpapier mit Wachssiegel über den Aufenthalt auf Gaycastle mit der Benotung sehr gut (1) bis befriedigend (3) hinsichtlich der Tauglichkeit des betreffenden Sklaven. Der ehrenwerte Castigator verweilt in seinem barocken Sessel und der Sklave kniet während des Abschlussgesprächs als ein in Verwendung befindlicher Fußhocker davor. Unterdessen klopft es an der Tür zum Arbeitszimmer und nach der Aufforderung einzutreten, serviert ein im dunklen Frack gehaltener Diener mit einer Rose im Knopfloch den Nachmittagstee in feinem Porzellan für den ehrenwerten Castigator und eine kleine Metallschüssel mit Wasser für den sicher durstigen Sklaven.

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